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Ausbildungspatenschaften für Kinder und Jugendliche

Seit 1996 hat unser Verein Patenschaften in Ecuador vermittelt. Die Paten haben es Kindern aus benach­teilig­ten Familien in Pomasqui, Tocachi, Guaraqui und Tabacundo ermöglicht, in die Schule zu gehen. Einige Heranwachsende konnten durch die langjährige Unterstützung ihrer Paten sogar ein Abitur ablegen und ein Studium absolvieren.

Alle Kinder, die durch eine Patenschaft gefördert worden, arbeiteten in Projekten mit, die sowohl der Entwicklung des Gemeinwesens dienten als auch Einkommen schafften, zum Beispiel im Gemüseanbau, bei der Kleintierzucht, der Hilfe für die Alten in der Gemeinde, Herstellung von Handarbeiten etc.

Die Kinder kamen aus besonders armen Familien und erhielten über eine Patenschaft eine angemessene Schulbildung. Die monatlichen Zahlungen wurden zum Teil für die Projekte verwendet, in denen die Kinder mithalfen. Zum anderen wurden die Gelder für die Schule verwendet. So wurden die Kinder und die Eltern zu sozialer Verantwortung für die Gemeinschaft angehalten.

Unsere Patenkinder in Pomasqui halfen in einem Projekt zur Integration behinderter Menschen. Sie lernten mit ihnen gemeinsam Kochen, Gartenbau, Handarbeiten, Töpfern und Malen und wie man damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Mit den erworbenen Kenntnissen haben sie zusammen mit ihren Müttern ein eigenes Projekt begonnen. Die Kinder aus den genannten Dörfern gingen im Provinzstädtchen Tabacundo auf die Oberschule und lernten auf der schuleigenen Farm organischen Gemüseanbau und Kleintierzucht. Die Produktion wurde zum Wohle der Schule verkauft. Weiterhin halfen die Patenkinder beim Aufforstungsprogramm "Jugend forstet auf" mit.

Alle Patenkinder wurden durch zusätzliche Kurse und Nachhilfeunterricht besonders gefördert und schrieben regelmäßig an ihre Pateneltern. Einige Kinder lernten sogar freiwillig und mit Begeisterung Deutsch.

Seit 2007 ist eine Verbesserung der sozialen Situation im Lande deutlich spürbar. Große Investitionen wurden im Gesundheits- und Bildungswesen und vor allem auch in die Infrastruktur realisiert.

Aus den Veränderungen im Land ergab sich, dass die Kinder des Patenprojektes in Tabacundo nicht mehr so unterstützungsbedürftig waren.Durch die verbesserte Lage und durch den gewachsenen Gruppenzusammenhalt können die Familien vieles eigenständig meistern. Die Kinder und Eltern arbeiten aktiv in der Gemeinschaft und organisieren mittlerweile ihre Treffen und Aktivitäten selbst.

Diese Eigenständigkeit wollen wir nicht schwächen, sondern sind für die Ideen der Jugendlichen offen. Wir freuen uns sehr, dass durch die jahrelange Betreuung und Anleitung mit Hilfe von unserer Sozialarbeiterin Sofia Miranda aus Tocachi, selbst ehemals Patenkind von Pro Vita Andina, eine Gruppe mit einem festen Zusammenhalt entstanden ist. Kinder und deren Eltern haben sich durch gemeinsame Aktivitäten wie Weihnachtsfeste, Reisen, Schwimmunterricht und Arbeiten auf der Schulfarm kennengelernt und sind so als Gruppe zusammengewachsen und können sich nun mit kleinen Projekten selbst helfen. Und genau das ist die Philosophie des Vereins Pro Vita Andina - Hilfe zur Selbsthilfe. Wir sind am Ziel und können das Projekt erfolgreich auslaufen lassen. Die Mitglieder des Patenkreises haben daher beschlossen, das so erfreulich von Erfolg gekrönte Patenschaftsprojekt zum Ende des Jahres 2014 zu beenden.

 

Die Patenkinder sind immer noch die besten Schüler im Colegio in Tabcundo. Zwei  haben den neuen Kurs für ein international anerkanntes Abitur gewählt, und haben damit die Möglichkeit im Ausland zu studieren. Dafür müssen sie sich besonders anstrengen. Besonders freut es uns, dass einige Patenkinder in sozialen Berufen weitergeben, was sie bekommen haben.